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Gestern abend zufällig festgestellt dass ein früherer Kommilitone schon im letzten Sommer gestorben ist. 48.
Eine seltene Form von Krebs, gegen die du anscheinend mehrere Jahre kämpfen musstest, während sie dich Stück für Stück vernichtet hat.
Mein Gehirn will es nicht verstehen, kann es nicht glauben. Ich weiß auch gar nicht genau was ich fühle, und was eigentlich eine "normale" / "angemessene" Reaktion wäre.
Das Studium liegt mehr als 20 Jahre hinter uns, wir hatten schon lang keinen Kontakt mehr, und außer ein bisschen naiver Schwärmerei meinerseits und einigen Nachmittagen lernen für Klausuren kannten wir uns auch damals kaum.
Ein paar Anekdoten blieben doch immer mal wieder im Hinterkopf aufsteigen, zusammen mit dem beruhigenden, im Nachhinein aber trügerischen Gefühl dass es dem anderen bestimmt gut ergeht, und man sich "irgenwann" schon nochmal wiedersehen würde um zusammen über die "guten alten Zeiten" zu lachen.
Auch wenn es blöd klingt aus meinem Mund: Die Welt scheint heute ein bisschen ernster, kälter, leerer, stiller - so ohne dich. Mach's gut.
